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Schutz vor Plagegeistern

Pferde, Hunde und Katzen fangen sich schnell Ungeziefer ein. Vor allem im Sommer lauern Zecken in Gras und Gebüsch – sie warten geduldig, bis sie sich von einem vorbeilaufenden Tier abstreifen lassen können. Grasmilben sitzen, wie die Zecken, im Gras. Auch Flöhe sind leicht zu bekommen: Es reicht schon, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze an einem Igel schnüffelt oder kurz Kontakt zu einem befallenen Artgenossen hat.

Woran bemerken Sie Ungezieferbefall bei Ihrem Tier?

  • Juckreiz: Die Stiche und Bisse von Zecken, Flöhen und Grasmilben jucken stark. Ihr Hund oder Ihre Katze kratzt sich vermehrt oder beißt sich immer wieder plötzlich ins Fell. Ihr Pferd scheuert sich ständig oder versucht, befallene Stellen zu erreichen.
  • Rötungen, gereizte und wunde Haut, lokal begrenzte Schwellungen oder Haarausfall können ebenfalls auftreten.
  • Zecken werden immer größer, je länger sie saugen – irgendwann entdecken Sie sie auch auf schwarzem Fell.
  • Flöhe sind kleine schwarz-braune Punkte, die schnell wegspringen. Achtung: Wenn Sie einen Floh entdecken, sitzen wahrscheinlich noch viele andere Flöhe in der Umgebung ihres Tieres.

Was tun gegen Ungeziefer?

Ein Spot-On-Präparat tötet vorhandene Flöhe, Grasmilben und Zecken, und wirkt vorbeugend gegen erneuten Befall. Beachten Sie die Hinweise in der Packungsbeilage! Wenn Sie Ihr behandeltes Tier im Haus herumlaufen lassen, sammelt es wie ein Taxi freie Flöhe ein, die nach dem Biss sterben.

Ein natürliches Spray (z.B. Abwehrwunder von HerzensTier) wehrt Ungeziefer mit Hilfe von ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten ab.

Kämmen Sie Ihr Tier mit einem Flohkamm – dabei finden Sie auch eventuell vorhandenen Flohkot als weiteren Hinweis.

Reinigen Sie Decken, Kissen und Liegeplätze gründlich, saugen und wischen Sie die Böden.

Bei schwerem oder wiederkehrendem Befall ist möglicherweise eine Umgebungsbehandlung mit einem Fogger oder Spray nötig.

Flöhe besitzen einen harten Panzer: Zerdrücken Sie gefangene Exemplare mit einem geeigneten Werkzeug oder zwischen den Fingernägeln.

Entfernen Sie Zecken sofort mit einer geeigneten Pinzette oder Zange. Achtung bei der Entsorgung: Zecken sind sehr widerstandsfähig. Sie können sogar längere Zeit unter Wasser überleben. Werfen Sie sie nicht in die Toilette! Zerquetschen Sie die Zecke mit einem Stein oder verbrennen Sie sie mit einem Feuerzeug.

Rollen Sie nach jedem Ausflug einen Fusselroller über das Fell Ihres Tieres. Herumlaufende Zecken, die noch nicht gestochen haben, kleben fest und können leicht entfernt werden.


Achtung bei der Hirschlausfliege:

  • Dieser wenig bekannte Schädling verursacht starken Juckreiz, Schwellungen, Schmerzen oder sogar Entzündungen. Außerdem kann der Biss der Hirschlausfliege Krankheiten übertragen.
  • Die Hirschlausfliege lauert vor allem in Spätsommer und Herbst im Wald oder am Waldrand.
  • Sie sieht aus wie eine kleine Fliege – nach dem Biss wirft sie allerdings ihre Flügel ab.
  • Die Hirschlausfliege beißt sich für einige Minuten fest und fällt dann wieder ab.
  • Tiere reagieren auf den Biss der Hirschlausfliege oft besonders hektisch oder panisch. Pferde treten wild aus und beginnen sogar zu bocken.
  • Wenn Sie zeitweise ein verstärktes Auftreten der Hirschlausfliege beobachten, vermeiden Sie betroffene Gebiete.
  • Abwehrmittel gegen Zecken, Flöhe und Grasmilben wirken auch gegen die Hirschlausfliege.

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