Deine Orthese bei Herzenstier
Über 300 HerzensTiere profitieren mittlerweile von einer unserer Orthesen
Dein Hund knickt beim Laufen weg, deine Katze kann die Pfote nicht mehr richtig aufsetzen oder dein Tier hat eine Lähmung, bei der das Bein einfach nicht mehr mitmacht? Wenn Gelenke instabil sind, Bänder reißen oder neurologische Ausfälle auftreten, reicht eine weiche Bandage oft nicht mehr aus. In diesen Momenten fühlt man sich als Tierbesitzer hilflos – aber genau hier gibt es eine Lösung.
Eine Orthese ist eine feste Schiene, die stützt, korrigiert oder ruhigstellt – und deinem Tier damit ein Stück Selbstständigkeit und Mobilität zurückgibt. Bei Herzenstier fertigen wir jede Orthese individuell nach Maß: für Karpalgelenk, Sprunggelenk, Pfote oder ganze Gliedmaßen. Nur so werden Druckstellen vermieden und der Therapieerfolg gesichert. Über 300 Tiere profitieren bereits von unseren Orthesen – darunter Hunde, Katzen und auch Pferde.
Was ist eine Orthese – und wie unterscheidet sie sich von einer Bandage?
Eine Tierorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das Gelenke, Muskeln oder Knochen bei deinem Haustier von außen stützt, stabilisiert oder korrigiert. Im Gegensatz zu einer Bandage – die weich und kompressiv wirkt – ist eine Orthese eine feste Schiene (auch Beinschiene oder Knieschiene genannt), die deutlich mehr Stabilität bietet. Tierbandagen eignen sich bei leichten Gelenkproblemen oder am Kniegelenk, etwa bei Kreuzbandriss oder Patellaluxation. Eine Orthese hingegen kommt zum Einsatz, wenn dein Tier einen höheren Grad an Festigkeit und Ruhigstellung braucht – zum Beispiel bei Lähmungen, Frakturen, schwerer Durchtrittigkeit oder nach Operationen.
Beide Hilfsmittel können die Behandlung deines Tierarztes ergänzen – welches das richtige ist, hängt von der Diagnose, dem Schweregrad der Erkrankung und den individuellen Anforderungen deines Vierbeiners ab.
Ratgeber: Knie – Orthese oder Bandage?
https://www.herzenstier.com/blogs/hunderatgeber/knie-orthesen-oder-bandagen
Einsatzgebiete – Wann hilft eine Orthese deinem Tier?
Orthesen eignen sich je nach Erkrankung als kurzfristiges oder dauerhaftes Hilfsmittel. Die wichtigsten Einsatzgebiete:
Durchtrittigkeit und Hyperextension: Wenn dein Hund vorne wegknickt und die Vorderbeine nachgeben (Niederbruch), bringt eine Orthese am Karpalgelenk die Gliedmaße wieder in die physiologische Stellung. Bei schwerer Durchtrittigkeit – oft in Kombination mit Arthrose – kommen Orthesen mit Pfoteneinschluss zum Einsatz. Auch am Sprunggelenk des Hinterlaufs kann eine Orthese den nötigen Schutz bieten.
Bei Radialisparese, Überköten oder anderen neurologischen Lähmungen verliert dein Tier die Kontrolle über die Pfote – sie knickt um oder schleift am Boden. Eine Orthese mit Pfotenheber gibt dem Bein den Halt zurück und ermöglicht deinem Vierbeiner wieder mehr Selbstständigkeit und Aktivität im Alltag. Gerade hier ist Geduld in der Eingewöhnung wichtig, doch die Verbesserung der Bewegungsfreiheit ist oft deutlich spürbar.
Frakturen und postoperative Rehabilitation: Nach einem Knochenbruch oder einer Operation am Bein stabilisiert eine Orthese das betroffene Gelenk und schützt vor Fehlbelastungen. Sie kann als Alternative zum Gips oder Fixateur externe eingesetzt werden. In der Genesungsphase unterstützt sie den kontrollierten Aufbau von Muskeln und die schrittweise Rückkehr zur normalen Bewegung.
Arthrose und Gelenkprobleme/-erkrankungen: Fortgeschrittene Arthrose, Osteoporose oder knöcherne Veränderungen wie ein Osteosarkom können mit einer Orthese behandelt werden. Die feste Schiene entlastet das betroffene Gelenk, sorgt für Schmerzlinderung und kann strukturellen Schäden entgegenwirken. Für Arthrose im Anfangsstadium ist oft eine Bandage die bessere Wahl.
Sehnenrupturen und Bandverletzungen: Bei einer Ruptur oder Teilruptur – etwa an der Achillessehne – stabilisiert eine Orthese die korrekte Gelenkführung und verhindert, dass Gelenke überstreckt werden. So werden Schmerzen gelindert und Folgeschäden vorgebeugt.
Fehlstellungen: Angeborene oder durch Verletzungen entstandene Fehlstellungen, etwa beim Short-Ulna-Syndrom, können mit einer Orthese gezielt korrigiert werden. Die Entwicklung wird durch regelmäßige Kontrolle begleitet.
Entlastung nach Amputation: Nach einer Amputation wird das verbliebene, gegenüberliegende Bein stärker belastet. Eine Orthese kann hier für Stabilität sorgen und einer einseitigen Gelenkbelastung entgegenwirken.
Ältere Tiere: Im Alter lassen Muskeln nach, Gelenke werden steifer. Eine Orthese gibt älteren Hunden und Katzen die zusätzliche Unterstützung, die sie für mehr Mobilität und Lebensqualität brauchen.
Arten von Orthesen – Einschalen- und Zweischalen-Technik
Abhängig von Diagnose, Einsatzzweck und Körperteil werden Orthesen in unterschiedlichen Bauweisen hergestellt:
Einschalen-Orthese (mit oder ohne Pfoteneinschluss):
Sie besteht aus einer Schale, die von hinten mit Gurten am betroffenen Lauf befestigt wird. Sie ist deutlich stabiler als eine Bandage, ermöglicht aber gute Luftzirkulation – das ist besonders bei offenen Wunden wichtig. Einschalen-Orthesen werden am Sprunggelenk und Karpalgelenk eingesetzt, zur Stabilisierung bei Banderkrankungen, Korrektur von Fehlstellungen oder für schmerz reduzierte Bewegung bei Arthrose. Je nach gewünschter Funktion können sie mit oder ohne Gelenk gefertigt werden: ohne Gelenk zur Ruhigstellung (als Gelenkversteifung oder als Alternative zum Gips), mit Gelenk zur kontrollierten Bewegung, bei der das Bewegungsausmaß schrittweise gesteigert werden kann.
Zweischalen-Orthese (mit oder ohne Pfoteneinschluss):
Hier umschließen zwei Schalen das Bein ringsum – die erzielte Stabilität ist sehr hoch und mit einem Gips vergleichbar. Die Zweischalen-Technik kommt vor allem bei besonders großen und schweren Hunden zum Einsatz, bei Teil- oder kompletter Lähmung (Parese/Plegie), zur Gelenkversteifung, bei starkem Niederbruch und als Ersatz für einen Fixateur externe.
Orthesen mit Pfoteneinschluss:
Sie werden bei Tieren mit Pfotenheberschwäche (Überköten) oder besonders starkem Durchtritt eingesetzt. Das Besondere: Tritt im Verlauf der Therapie eine Besserung auf, kann die Pfotenstütze entfernt und die Orthese ohne Pfoteneinschluss weiter genutzt werden.
Versorgungablauf
Anfrage stellen:
Fülle das Formular auf unserer Website aus. Die Vorab-Informationen zu deinem Tier helfen uns, dich noch besser beraten zu können.
Telefonische Erstberatung:
Wir klären alle wichtigen Details zu Diagnose, Therapiezielen und dem weiteren Ablauf. Außerdem informieren wir dich über die ungefähren Kosten – transparent und ohne versteckte Gebühren.
Termin vor Ort:
Der Termin findet in ruhiger Atmosphäre statt. Nach einer Ganganalyse und dem ersten Beschnuppern wird der Gipsabdruck mit schnell trocknenden Gipsbinden genommen. Auf Basis des Abdrucks fertigen wir die Orthese in unserer Werkstatt.
Anprobe und Anpassung:
Beim zweiten Termin vor Ort erfolgt die Anprobe. Bei Bedarf nehmen wir Anpassungen vor, bis die Orthese perfekt sitzt. Wir zeigen dir alles zum An- und Ausziehen und beantworten offene Fragen.
Individuelle Wunschleistungen (gegen Aufpreis)
Wenn Sie weiter weg wohnen
Falls du eine weite Anreise zu uns hast und übernachten müsstest, kannst du einen Expresstermin mit uns vereinbaren. Das bedeutet, wir reservieren für dich 1-2 Tage (je nach Hilfsmittel und Aufwand), an denen wir uns ausschließlich um dich, deine Fellnase und die Fertigung des Hilfsmittels kümmern. Gerne können wir dir auch tierfreundliche Hotels und Pensionen empfehlen.
Wir kommen zu dir
Falls du es nicht einrichten kannst, persönlich zu uns zu kommen, besteht die Möglichkeit, dass unser Orthopädietechnik-Mechaniker in die behandelnde Tierklinik oder zu dir nach Hause fährt. Diesen Service bieten wir bis zu einer Entfernung von 100 km rund um Fürstenfeldbruck.
Therapieplan
Auf Wunsch kann unser Tierphysiotherapeuten-Team einen Therapieplan für dein Tier ausarbeiten.
Häufige Fragen zu Orthesen für Hunde, Katzen und Pferde
Die Kosten für eine Tierorthese hängen von mehreren Faktoren ab: der Art der Orthese (Einschalen oder Zweischalen), der Größe deines Vierbeiners, dem betroffenen Körperteil und der Komplexität der Diagnose. Da jede Orthese in Handarbeit individuell gefertigt wird, gibt es keinen Pauschalpreis. Bei der telefonischen Erstberatung geben wir dir eine realistische Einschätzung des Kostenrahmens. Auf unserer Website findest du weitere Informationen zu den Kosten für Maßanfertigungen.
Eine Bandage ist ein weiches, flexibles Hilfsmittel, das durch Kompression Halt gibt – vergleichbar mit einer elastischen Stütze. Sie eignet sich bei leichteren Gelenkproblemen, Arthrose im Anfangsstadium oder am Kniegelenk. Eine Orthese hingegen ist eine feste Schiene, die deutlich mehr Stabilität bietet. Sie wird bei schweren Instabilitäten, Lähmungen, Frakturen oder nach Operationen eingesetzt. Einfach gesagt: Je höher der nötige Halt, desto eher ist eine Orthese das richtige Hilfsmittel.
Ja, wenn dein Hund an Durchtrittigkeit (Hyperextension) leidet und die Vorderbeine wegknicken, ist eine Orthese am Karpalgelenk in der Regel die richtige Lösung. Die Orthese bringt die Gliedmaße zurück in die physiologische Stellung und gibt deinem Hund die Stabilität zurück, die er für sichere Bewegung braucht. Bei leichter Durchtrittigkeit kann auch eine Bandage ausreichen – wir beraten dich gerne, welche Versorgung in deinem Fall die beste ist.
Die Tragedauer richtet sich nach der Diagnose und den Therapiezielen. Bei manchen Erkrankungen – wie einer vorübergehenden Lähmung oder in der Rehabilitation nach einer OP – wird die Orthese nur für eine bestimmte Phase getragen. Bei chronischen Erkrankungen oder dauerhafter Instabilität kann sie zum langfristigen Begleiter werden. Wichtig ist eine schrittweise Eingewöhnung, bei der die Tragedauer langsam gesteigert wird. Dein Tierarzt oder deine Tierärztin kann gemeinsam mit uns den optimalen Plan für dein Tier festlegen.
Ja, wir fertigen Orthesen für Katzen nach Maß. Katzen stellen besondere Anforderungen an Material und Passform, weil sie kleiner und sensibler sind als Hunde. Unsere Spezialisten passen jede Orthese für Katzen individuell an – ob bei Lähmungen, Fehlstellungen oder nach Verletzungen. Die Eingewöhnung erfordert etwas Geduld, aber mit der richtigen Anpassung akzeptieren die meisten Katzen ihre Orthese gut.
In manchen Fällen ja. Eine Orthese kann eine sinnvolle Alternative zu einem chirurgischen Eingriff darstellen – insbesondere bei Tiersenioren oder solchen, bei denen eine Narkose ein erhöhtes Risiko darstellt. Die Entscheidung sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt oder der Tierärztin getroffen werden. Wir stehen für die Beratung mit Tierärzten gerne zur Verfügung.
Eine Orthese stützt, stabilisiert oder korrigiert eine Gliedmaße, die noch vorhanden ist – sie wird wie eine Schiene von außen angelegt und unterstützt die Funktion des betroffenen Beins. Eine Prothese hingegen ersetzt einen fehlenden Körperteil, zum Beispiel nach einer Amputation. Wenn dein Tier also noch alle Gliedmaßen hat, aber ein Gelenk instabil ist, eine Lähmung vorliegt oder eine Fehlstellung korrigiert werden soll, ist eine Orthese das richtige Hilfsmittel. Hat dein Tier eine Gliedmaße teilweise oder vollständig verloren, kommt eine Prothese zum Einsatz. Beide Produkte werden bei uns individuell nach Maß gefertigt – bei der Erstberatung klären wir gemeinsam mit dir, welche Versorgung für deinen Vierbeiner die beste Lösung ist.
Weitere Informationen zur Prothese:
https://www.herzenstier.com/pages/individualprodukte-prothesen


















