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Atmungssystem

Das Atmungssystem von Säugetieren besteht aus den Atemwegen und den Lungen. Nase, Mundbereich und Rachen bilden die oberen Atemwege. Von hier fließt die Luft beim Einatmen weiter in die unteren Atemwege: Sie zieht durch die Luftröhre (Trachea) und teilt sich auf die zwei Hauptbronchien auf. Durch immer feinere Aufzweigungen und Verästelungen der Bronchien und Bronchiolen gelangt die Luft schließlich zu den Lungenbläschen, den Alveolen.

In den Lungenbläschen befindet sich die Schnittstelle zum Herzkreislaufsystem. Hier findet der eigentliche Gasaustausch statt: Sauerstoffarmes Blut, das direkt vom Herzen kommt, wird hier mit Sauerstoff angereichert und fließt zum Herzen zurück, um dann im ganzen Körper verteilt zu werden.

Die Atmung funktioniert automatisch mit Hilfe der Atemmuskulatur. Eine wichtige Rolle spielt das Zwerchfell: eine kräftige Muskelplatte, die die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt. Das Zwerchfell sorgt durch Anspannung und Entspannung für gleichmäßiges Ein- und Ausströmen der Atemluft. Unterstützt wird das Zwerchfell durch verschiedene Muskeln des Brustkorbs, zum Beispiel die Zwischenrippenmuskulatur (Interkostalmuskulatur).

Die sogenannte „glatte Muskulatur“ der Atemwege arbeitet automatisch. Sie kann die Bronchien und die Bronchiolen weiter oder enger stellen, und dadurch Luftdurchfluss und Atemwiderstand regulieren.

Das Atmungssystem verfügt über sichere Schutzsysteme, damit keine Fremdkörper eingeatmet werden: Der automatische Hustenreflex verschließt bei Bedarf die Luftwege kurzzeitig. Eine Schleimschicht sowie feine, bewegliche Flimmerhärchen an der Oberfläche von Luftröhre und Bronchien transportieren Staub und feine Verschmutzungen wieder nach außen und reinigen so die Lunge.

Besonderheiten beim Hund:

Die Atemfrequenz eines erwachsenen Hundes beträgt in Ruhe etwa 10 bis 30 Atemzüge in der Minute. Ein Atemzug bezieht sich hier auf einen Zyklus aus Einatmung und Ausatmung. Durch Anstrengung erhöht sich die Atemfrequenz, da auch der Sauerstoffbedarf steigt. Um diesen Bedarf ausreichend zu erfüllen, atmet der Hund schneller und hechelt.

Kurznasige (Brachycephale) Hunderassen wie Möpse, französische Bulldoggen, Pekinesen oder Boxer sind leider sehr anfällig für Atemprobleme. Durch die extreme Kopfform, die sich stark von der natürlichen Form unterscheidet, sind häufig auch die Atemwege verkürzt und verengt. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Atemfunktion. In Extremfällen kann sogar eine Operation nötig werden, um dem Hund ein normales Leben zu ermöglichen.

Besonderheiten bei der Katze:

Auch für Katzen gilt eine Ruhe-Atemfrequenz von 10 bis 30 Atemzügen pro Minute als normal. Übergewichtige Katzen zeigen häufig eine höhere Atemfrequenz. Sie geraten bei Belastung schneller außer Atem, und die Atmung braucht länger, um sich wieder zu beruhigen.

Bei manchen Perserkatzen lassen sich brachycephale Kopfformen beobachten. Die sogenannten „Peke-Face-Perser“ sind vor allem im amerikanischen Raum beliebt. Sie haben einen verkürzten Nasenbereich und leiden deshalb verstärkt unter Atemproblemen.

Welche Probleme können beim Atmungssystem auftreten?

  • Zwingerhusten
  • Katzenschnupfen
  • Bronchitis
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Lungenödem
  • Lungenfibrose
  • Lungenwürmer
  • Trachealkollaps
  • Tumore

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