Technik im Detail – Warum Rad statt Stab?
Eine der häufigsten Fragen zur Vollprothese: Warum bekommt der Hund ein Rad und keinen künstlichen Fuß oder Stab?
Die Antwort liegt in der Anatomie: Dein Haustier hat keine Muskeln und Gelenke mehr, um ein künstliches Bein aktiv anzuheben und aufzusetzen. Ein starrer Stab müsste bei jedem Schritt angehoben werden – das ist ohne die natürliche Muskulatur der Vordergliedmaße nicht möglich. Der Stab würde am Boden hängenbleiben, schleifen und deinen Hund beim Laufen behindern, statt ihm zu helfen.
Eine Hundeprothese mit Rad löst dieses Problem elegant: Das Rad rollt geschmeidig über den Boden mit – ähnlich wie bei einem Skateboard. Es muss nicht angehoben werden, sondern passt sich der Bewegung deines Hundes automatisch an. Kein Hängenbleiben, kein Stoß in den Brustkorb, kein unnatürlicher Bewegungsablauf. Das Ergebnis: ein deutlich harmonischeres Gangbild und mehr Mobilität für deinen Hund.
Das Rad wird in der passenden Höhe am Korsett befestigt, damit der Längenausgleich stimmt und die Gewichtsverteilung optimal ist. Durch die Rad-Technik kann die Vollprothese auch auf unebenem Untergrund eingesetzt werden – ob Wiese, Waldweg oder Gehweg.
In bestimmten Einzelfällen – zum Beispiel bei Tieren, die noch einen kleinen Stumpf haben – kann auch ein künstlicher Lauf statt eines Rads angebracht werden. Welche Lösung für deinen Hund die richtige ist, klären wir in der Erstberatung.